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Wenn das Kind ein Pflegefall ist

Pflege von Minderjährigen als große Herausforderung 

Herausfordernde Aufgabe: Die große Mehrheit der pflegebedürftigen Kinder wird zu Hause von den Eltern betreut. Foto: djd/compass private pflegeberatung/Ute Grabowsky

12.05.2022
St. Hedwig-Stiftung

Beim Thema Pflege denkt man meist an alte Menschen. Doch rund fünf Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland sind laut „Pflege-Report 2019“ Kinder und Jugendliche. Die rund 160.000 Betroffenen werden fast immer zu Hause von ihren Eltern gepflegt, die dabei große Belastungen schultern.

Pflegebedürftige Kinder sollen auf die Zukunft vorbereitet werden

„Das Besondere an dieser Gruppe von Pflegenden ist, dass in der Regel beide Elternteile noch berufstätig sind. Oft gibt es außerdem Geschwisterkinder, deren Bedürfnisse ebenfalls berücksichtigt werden müssen“, weiß Daniela Horn-Wald, Pflegeberaterin bei der compass private Pflegeberatung. „Auch die Perspektive ist eine ganz andere: Während es bei Senioren meist um die letzte Lebensphase geht, sollen Kinder ins Leben begleitet- und auf die Zukunft vorbereitet werden.“

Familien müssen die Pflegedeshalb über einen viel längeren Zeitraum organisieren. Dabei gibt es immer wieder Umbrüche und schwierige Phasen, etwa beim Eintritt in Kindergarten oder Schule. Bei Kindern gibt es in Sachen Einstufung in den Pflegegrad einige Besonderheiten. So gelten beider Pflegebegutachtung teilweise andere Kriterien als bei Erwachsenen. Informationsmaterial für die Vorbereitung auf den Termin findet man unter www.pflegeberatung.de.

Auch bei anderen Angeboten sind Sonderregeln zu beachten.Beispielsweise kann die Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einem Kinderhospiz stattfinden, selbst wenn das Kind keine begrenzte Lebenserwartung hat. (djd)

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