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Digitalisierung verändert Ausbildung

Die alten Bankkaufleute verschwinden / Neue Ausbildungsordnung seit August 2020

Stärkerer Fokus auf digitale Arbeitsprozesse: Künftige Bankkaufleute starten seit August 2020 mit einer komplett neuen Ausbildungsordnung, bei der auch deutlich mehr persönliche Beratungskompetenz gefragt ist. Foto: Pop Nukoonrat/123rf/randstad

11.09.2020
REHAU AG + Co.

Es gibt viele Gründe, sich für eine Bank als Arbeitsplatz zu entscheiden. Die klassische duale Ausbildung dauert drei Jahre – kann aber bei guten Leistungen auch auf zwei Jahre verkürzt werden.
      

Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Mittleren Reife für eine Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann entscheiden, können sich über einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag, viel Kontakt zu Kunden und hervorragende Karriereperspektiven freuen.

Als vor 22 Jahren die heute noch gültigen Ausbildungsrichtlinien für den Bankkaufmann bzw. die Bankkauffrau in Kraft traten, sah die Welt noch anders aus: 1998 steckte das Internet in den Kinderschuhen, mit Handys konnte man nur telefonieren und um Geld zu überweisen, wurden am Bankschalter die Überweisungsformulare per Hand ausgefüllt. Mittlerweile sind Banken voll digitalisiert und ohne Software und Onlineverbindungen würde das Finanzwesen von heute nicht existieren können. Das betrifft nicht nur das Onlinebanking, sondern nahezu alle internen Arbeitsabläufe. Dass die Ausbildungsordnung für Bankkaufleute jetzt überarbeitet wurde, ist deswegen mehr als sinnvoll.

Die reformierte Berufsausbildung ist seit August 2020 in Kraft. Was wurde verändert? Die Details kennt Petra Timm, Pressesprecherin beim Personaldienstleister Randstad: „Die Ausbildung kombiniert die klassischen bankfachlichen Kompetenzen mit den neuen beruflichen Herausforderungen. Viel Wert wird auf die Ausbildung kommunikativer Fähigkeiten gelegt, um besser beraten zu können. Aber es geht auch um moderne Arbeitsformen – Projektarbeit und Prozessorientierung sind Begriffe, die künftig mit Inhalten gefüllt werden.“

Durch die Verlagerung vom klassischen Schaltergeschäft zu vollständig digitalen Abläufen waren Anpassungen in allen Ausbildungsbereichen notwendig. Die Verantwortlichen haben die Inhalte dabei bewusst technikneutral gestaltet – denn die Ausbildung kann nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie nicht bei jeder technischen Weiterentwicklung angepasst werden muss.

Zudem gibt es seit August die sogenannte gestreckte Abschlussprüfung: Ein Teil der Prüfung findet dann etwa nach der Hälfte der Ausbildung statt, der zweite Teil am Ende der Lehrzeit. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Weiterbildungsoptionen, um sich zu spezialisieren oder um den Aufstieg ins Management einzuleiten.

Durch die Modernisierung wird die Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau ihre Position im Ranking der kaufmännischen Erstausbildungen weiter halten können – denn kompetente Berater werden im Finanzbereich weiterhin gesuchte Spezialisten bleiben. (txn)
   

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